Beifahrer- und Hindernisrichterschulung als Hilfsrichter
für Gelände- und Streckenfahrten

Hausen, den 29. August 2010
Am Sonntag, den 29. August 2010 fand im Clubraum des Reit- und Fahrclubs Hausen auf Einladung der Bayerischen Fahrervereinigung e.V. eine Beifahrer- und Hindernisrichterschulung als Hilfsrichter für Gelände- und Streckfahrten statt. Teilnehmen konnte jeder der Interesse an dieser Aufgabe hat.
Aus Nah und Fern kamen die zum Teil auch jugendlichen Teilnehmer-/innen- um sich über das sachgemäße Richten am Hindernis zu informieren. Mehr als 30 Lernwillige nahmen teil
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Herr Martin Schrod, Verantwortlicher für den Fahrsport bei der Bayerischen Fahrervereinigung Herrn Friedel Wörn, erfahrener Richter im Fahrsport, sowie den Vorstand des Vereins, Herrn Christian Stahl und alle anderen Anwesenden. Herr Schrod bekundete seine Freude über das rege Interesse an diesem Lehrgang. Christian Stahl, 1. Vorsitzender des Reit- und Fahrclubs Hausen 1975 e.V. hieß ebenso alle herzlich willkommen und gab einen kurzen Überblick über den geplanten Ablauf des Tages.
Herr Wörn bedankte sich für die einleitenden Worte und stieg auch umgehend in die Thematik ein. Zunächst erläuterte er den Teilnehmern die wichtige Aufgabe des Beifahrers. Ohne ihn könne der Fahrer noch so gut sein, er würde sein Gespann nicht erfolgreich ins Ziel einfahren. Es sei wichtig, dass der Beifahrer aktiv mitwirke und nicht nur als passiver Passagier mitfahre. Über die §§ 752 und 759 solle er genauso Bescheid wissen, wie über das gerade zu fahrende Hindernis. Auf immer wiederkehrende Fehlerquellen wurde hingewiesen. Wann darf ein Beifahrer absteigen, wie hat sich ein Beifahrer im Hindernis zu verhalten – zwei Fragen von vielen.
Herr Schrod informierte zunächst über die Ausrüstung der Wagen nach LPO § 71, bevor er zur Hindernisrichterschulung überging. Er erläuterte ausführlich die ausgegebenen Infozettel und gab noch den einen oder anderen erklärenden Hinweis dazu. Die Teilnehmer nahmen rege an den sich daraus ergebenden Diskussionen teil. Des Weiteren erklärte Herr Schrod die erforderlichen Listen und ihre Handhabung. So wurden z.B. Muster der Hindernisrichter-Karte ausgegeben und es wurde erläutert, wie diese auszufüllen ist – und worauf man besonders zu achten hat.
Nach einem sehr informativen Vormittag lud die Verpflegungsmannschaft des Reitvereins zu einem Mittagsimbiss mit anschließendem Kaffee und Kuchen ein.
Am Nachmittag hieß es dann, das Erlernte in der Praxis zu erproben. Man wechselte den Ort und fuhr zum Hof von Thomas Scheiter. Seine Töchter Theresa und Helena spannten an und alle konnten am Waldhindernis ihr neu erworbenes Wissen anwenden.
Zunächst Begehung des Hindernisses, recht verwirrend, besonders für Neulinge und deshalb sehr wichtig. Danach fuhren Theresa und Helena jeweils zweimal in das Hindernis, jedes Mal mit eingebauten Fallen, die es zu erkennen gab. Einmal fehlte die Peitsche, dann der Helm, dann fuhr man die Tore in der falschen Reihenfolge – den Teilnehmern wurde viel abverlangt. Auch das war gar nicht einfach und man war sich einig, dass mindestens 2 Hilfsrichter pro Hindernis erforderlich sind – einer schreibt, einer sagt an und Richter zur Kontrolle. Ein vierter Hilfsrichter für die Zeitkontrolle.
Zum Abschluss des doch sehr lehrreichen Sonntags versammelte man sich noch zu einem Gruppenfoto vor dem Hausener Wasserhindernis und dann zu einem Erfahrungsaustausch auf dem Hof von Thomas Scheiter. Hier erhielt auch jeder Teilnehmer sein Beifahrer/Hindernisrichter-Zertifikat der Bayerischen Fahrervereinigung e.V. und gegen Abend ließ man den Tag ausklingen.
Alle waren sich einig, dass solche Lehrgänge wichtig sind und öfters angeboten werden sollten.
Maria Hüls, Obernburg