Nürnberger Burgpokal, das Finale 

Der Nürnberger Burgpokal wurde 2009 in Zusammenarbeit mit der Nürnberger Versicherung durch die bayerische Fahrervereinigung geschaffen. Als Ziel stand immer ein großes Turnier mit einer großartigen Kulisse im Raum. Sehr spät, Mitte September, erhielten Michael Bastian, der das gesamte Jahr der Verbindungsmann zur Nürnberger Versicherungsgruppe und Organisator war, und Karl-Heinz Geiger grünes Licht, das Finalturnier in Nürnberg stattfinden zu lassen. Auf der Consumenta im Rahmen von Faszination Pferd durften zum ersten Mal die „Nachwuchsfahrerinnen“ ihr Können unter Beweis stellen.
Sehr rasch waren die Planungen abgeschlossen. Die Fahrerinnen sollten eine Dressur und ein kombiniertes Hindernisfahren absolvieren. Der Veranstalter, aber auch unsere Organisatoren, wussten jedoch nicht, wer was zur Verfügung stellt. Deshalb traf man die Entscheidung, dass wir, die bayerische Fahrervereinigung, das Ding stemmen. Es fanden sich auch sehr rasch freiwillige Helfer die den Bau eines eigenen Hindernisses übernahmen. Armin Willnecker hatte seinen Wunsch „einmal ein Hindernis bauen zu wollen“ dem Jugendbeauftragten Bernd Rachner kundgetan. Und schon durfte er bauen, ebenso erging es Hans Schneeberger. Es wurde ein meisterliches Hindernis, geschaffen von zwei Bayerischen Meistern. Aber nicht nur im Vorfeld zeigte sich eine große Hilfsbereitschaft um das Finalturnier auszurichten, sondern auch am Finaltag fanden sich 10 Mitglieder ein um den Parcoursdienst oder andere Arbeiten im Rahmen des Turniers völlig selbstlos zu übernehmen. Dafür seien hier Jan, Claudia und Udo Fincke, Jeanette und Armin Willenecker, Martin Schrod, Lars Kunigk, Carmen und Günter Kraus und Susanne Rachner nochmals ausdrücklich erwähnt
Für das Finale hatten sich in den fünf Turnieren, München, Willersdorf, Neuburg a.d. Donau, Schmatzhausen und Höselhurst die Teilnehmer qualifizieren können. Insgesamt traten 16 Jugendliche an und führten 80 Starts aus. Die erste Hürde, die Teilnahme an mindestens drei Turnieren  schafften acht, wovon die fünf Punktbesten das Ticket zum Finalturnier  in der Tasche hatten. Es erreichten Manuela Mitnacht, Pia Zenkel, Ramona Westphal, Anika Geiger und Sonja Nutz das Finale.
Die Dressur wurde von Ramona Westphal eröffnet. Leider schlich sich ein Verfahren ein und die Wertnote musste um 0,5 Punkte abgesenkt werden. So blieb jedoch noch immer eine 6,0 der beiden Richter stehen.  Pia Zenkel, die an diesem Tage gleichzeitig Geburtstag hatte, konnte die beiden Richter, Wilfried B Herkommer und Michael Freund, nicht überzeugen. Zu viele kleine Fehler ließen leider  nur eine 5,8 zu.  Als nächste ging Anika Geiger an den Start. Eine saubere Leistung, wie man sie von der Tochter von Karl-Heinz Geiger gewohnt ist, brachte sie mit 7,2 in Führung. Manuela Mitnacht hatte leider Pech. Bereits die ganze Woche war sie auf der Consumenta im Showprogramm beteiligt. Durch einen kleinen Unfall während der Vorführungen war ihr Turnierpony nicht einsetzbar. Mit ihrem Ersatzpferd kam sie deshalb nur auf den vierten Platz mit einer 5,9. Nur noch Sonja Nutz hätte Anika vom ersten Platz verdrängen können. Sauber ausgeführte  Bahnfiguren konnten die Schwächen der Vorführung nicht ausgleichen, ihr war schließlich der zweite Platz mit einer 6,5 sicher.
Pünktlich um 12.15 begann das kombinierte Hindernisfahren. Pia Zenkel als letzte der Dressur eröffnete den Wettkampf. Eine etwas verhaltene Fahrt und 5 Strafsekunden wegen eines gefallenen Balls brachten ihr eine Zeit von 134,83. Manuela Mitnacht mit ihrem Beifahrer Michael Mitnacht, der das zahlreiche Publikum aufforderte die Fahrt mit Applaus zu unterstützen,  fuhr unter dem Beifall und der Anfeuerung eine Spitzenzeit. Bei 87,08 blieb die Zeit stehen. Mädchen welchen langen Weg fährst du, dies waren die Worte von Michael Freund als Ramona Westphal von Kegelpaar eins zu zwei fuhr. Aber das Connemara Pony ist schnell und kann den gesamten Schwung aus dem etwas längeren Weg mitnehmen. Auch im Hindernis3, dem ersten der zwei festen Hindernisse, gesponsert durch die Nürnberger Versicherungsgruppe, wählt sie einen Weg, den Michael Freund bei der Vorstellung des Parcours als schwierig eingestuft hat. Nochmals drei Sekunden schneller war die Zeit von Ramona. Sonja Nutz konnte nicht mithalten und war leider 13 Sekunden langsamer. Damit blieb ihr der vierte Platz.
Als letzte fuhr Anika Geiger in den Parcours. Ein Fehler an Kegelpaar acht, dem letzten, kostete ihr den zweiten Platz und sie wurde dritte.
Die Kombinationswertung war damit rasch errechnet. Siegerin wurde Anika Geiger vor Sonja Nutz und Ramona Westphal. Manuela Mitnacht wurde vierte, gefolgt von Pia Zenkel.
Die Siegerehrung wurde von Hans Peter Schmidt, der sich die Premiere des Nürnberger Burgpokals für die jungen Fahrer nicht entgehen ließ, und Michael Freund durchgeführt. Der Repräsentant der Firma USG, die Ehrenpreise zur Verfügung gestellt hatte, vervollständigte die Gruppe.
Hans Peter Schmidt zeigte sich nicht abgeneigt die Serie auch im nächsten Jahr zu unterstützen. Auch die Veranstalter von Faszination Pferd wurden durch die Vorstellung überzeugt und es dürfte im nächsten Jahr etwas leichter fallen, das Finalturnier wieder in der Frankenhalle austragen zu können. Dieses positive Bild wurde nicht nur durch die Fahrerinnen erzeugt, sondern auch durch die Organisation der Prüfungen durch Mitglieder der Fahrervereinigung.